Pilgerbericht 2009

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Marlies hat den Pilgerbericht fertig!

Fahrradwallfahrt Schwalmtal nach Trier 2009

Am Christi-Himmelfahrtstag, dem 21. Mai 2009, begann die Wallfahrt der Schwalmtaler Trierpilger mit der Messe um 5.30 Uhr in St. Michael. Viele Familienmitglieder und Freunde hatten sich eingefunden, um gemeinsam mit den Wallfahrern die Aussendungsmesse zu feiern. Zum fünften Mal machte sich eine Fahrradwallfahrt mit Jugendlichen beider Konfessionen auf den Weg zum Apostelgrab nach Trier. Wir verabschiedeten uns beim Auszug von den Fußpilgern und trafen uns zu einer ersten kurzen Besprechung neben der Kirche. Dort bekamen wir einige Verhaltensregeln mit auf den Weg. Marlies machte sich auf den Weg nach Ungerath, um als Vertreter der Jugendpilger die Fußpilger gebührend zu verabschieden und wir fuhren frohgelaunt durch Wald und Feld in Richtung Wegberg. Unsere Gruppe bestand zuerst nur aus 22 Pilgern. Auf den Rädern saßen Vivien Ackermann, Sebastian Albers, Thorsten Aymanns, Kevin Braun, Ingo Brückner, Patrick Finger, Michael Hansen, Marissa Heggen, Lukas Kaiser, Florian Mewißen, Franziska Mewißen, Marcel Papenfuß, Christoph Peters, Christoph Röttgen, Gottfried Schmitz, Agnes Straaten, Andrea Straaten, Nils Thüner, Justus Ungerechts, und Philipp Zander. Uns begleiteten in diesem Jahr wieder zwei Fahrzeuge mit Anhänger, die von Marlies Fritsch und Daniel Weuthen gesteuert wurden.

Die Regenjacken konnten in den Packtaschen bleiben, denn nach vielen Jahren war es das erste Mal, dass wir bei schönem Wetter losfahren konnten. Wir hatten ein zügiges Tempo, darum erreichten wir sehr schnell den Bahnhof in Baal, wo wir unsere erste Rast machten. Dort wurde bereits die Sonnencreme ausgepackt. Auch die Schokoladenkiste kam zum ersten Mal zum Einsatz. Weiter ging es zu einem kleinen Bahnhof hinter Jülich zu unserer zweiten Rast, bei dem die erste Fahrradreparatur stattfand. Dort stießen dann fünf weitere Pilger aus Aachen zu uns. Udo Freudl, Tobias Kogel, Bastian Hummel, Mathias Behle und Thomas Wagenplatz machten sich mit uns auf den Weg nach Trier. Unsere nächste Rast war eine Tankstelle in Düren. Ingo und Vivien nutzten die Gelegenheit, und fuhren mit ihren Fahrrädern bei Mc Donalds drive in vor, was ihnen einen Tadel der Pilgerleitung einbrachte. Zwischenzeitlich hatte Daniel einen Abstecher mit dem Wagen nach Aachen gemacht, um Lydia Freudl abzuholen. Beide stiessen bei unserer nächsten Rast wieder zu uns. Von jetzt an fuhr Lydia das Auto und Daniel weiter mit dem Fahrrad. Weiter ging es bis Euskirchen. Auf dem Rasen vor der Grundschule Euskirchen bauten wir unsere Bänke und Tische auf für die Mittagspause. Einige legten sich ins Gras und wollten nur widerwillig weiterfahren. Aber der Weg, der vor uns lag, war noch weit.

Weiter ging es über Bad Münstereifel mit Abstecher in Heinos Cafe in Richtung Jugendkreuz in Blankenheim. Eigentlich sollten die Jugendpilger jetzt das Geschenk für die Fußpilger mit zum Jugendkreuz nehmen, weil Marlies und Lydia zum Ausladen nach Ripsdorf durchfahren sollten. Aber auf halber Strecke entdeckte Marlies den leckeren Tropfen von Hartges auf dem Beifahrersitz und machte sich notgedrungen alleine auf den Weg zum Pilgerkreuz, um die Flasche zu verstecken. Einige Zeit später versteckten die Jugendlichen die Flasche noch einmal, so dass sie von den Fußpilgern fast nicht gefunden wurde. Über Blankenheim kämpften wir uns die letzen Kilometer bis Ripsdorf hinauf. Kurz vor dem Ziel hatte Justus einen schwachen Moment, aber er kämpfte sich bis zum Ziel. Es wurde immer dunkler. Von allen Seiten zogen dunkle Wolken auf. Als der letzte Jugendliche das Jugendheim betreten hatte, ging ein kurzer Wolkenbruch nieder. Die erste Unterkunft und der höchste Punkt unserer Wallfahrt auf 495,3m waren erreicht. Alle Betten wurden schnell verteilt. Wegen Renovierungsarbeiten übernachteten die Betreuer im Speisesaal, in der Bibliothek, im Archiv und in der Mäusekammer. Bis spät am Abend gab es Gedränge vor der einzigen Dusche. Dann gab es ein hervorragendes Nudelgericht und leckeren Pudding. Das Abendgebet fand diesmal im Speisesaal statt. Danach kehrte sehr schnell Nachtruhe ein.

Um 6.30 Uhr wurde geweckt. Beim Bäcker wurden wir herzlich empfangen, der uns sofort wieder erkannte. Da alle beim Tischdecken mit anpackten, konnten wir pünktlich losfahren. Wir radelten im Sonnenschein durch das Kylltal nach Gerolstein. Weiter ging es nach Kyllburg zum Bahnhof. Dort trafen wir wieder die Willicher Trierpilger , die auf den Zug warteten, um eine Station weiterzufahren.. Nach kurzer Rast nahmen wir Anlauf, um den steilen Kyllberg zu bezwingen. Es stellt schon eine Herausforderung dar, diesen Berg ohne Absteigen zu bezwingen.

Auf dem Kyllburg war unsere Mittagspause. Wir bauten Bänke und Tische auf, denn unser Essen fand im Sonnenschein statt. Alles essbare wurde in der Hütte aufgebaut, weil der Wind sonst nichts übrig gelassen hätte. Dort gab es selbstbelegte Hamburger und Pudding. Man war wieder so gestärkt, dass man eine Wasserschlacht veranstalten konnte. Und jetzt kam wieder eine steile Abfahrt. Noch eine kurze Pause es ging noch einmal den Berg hinauf zu unserem Nachtquartier. Eine steile Straße führte uns zur Turnhalle der Grundschule von Speicher, welche uns die Gemeinde Speicher unentgeltlich zur Verfügung gestellt hatte. Die Senioren der Truppe bekamen eine Gymnastikmatte als Matratze, alle anderen verteilten sich mit ihren Iso-Matten und Schlafsäcken im hinteren Teil der Turnhalle. Sofort wurden nach dem Duschen die ersten Basketballfernwürfe trainiert, die erst zum Abendessen eingestellt wurden.

Wir bauten unsere Bänke und Tische wieder im Freien auf, denn als Abendessen gab es Pizza. Wir hatten soviel Hunger, dass wir noch mal nach bestellen mussten. Ingo hatte auf dem Schuldach einen Fußball entdeckt, der jetzt mit vereinten Kräften und viel Fantasie vom Dach geholt wurde. Leider wurde diese Aktion durch das Abendgebet unterbrochen. Wir beteten gemeinsam und wir sangen gemeinsam, meistens vierstimmig, was dem Abendgebet eine besondere Atmosphäre gab. Anschließend las Vivian einige Gedanken zur Trierwallfahrt vor und Marlies hatte einen manchmal nicht ganz ernst gemeinten Pilger-Knigge zusammengestellt .Fast alle zogen danach noch in den kleinen Ort. Fast alle waren auch wieder pünktlich da, so dass auch an diesem Abend schnell Nachtruhe einkehrte, so dass auch die Betreuer sehr schnell schlafen konnten.

Samstag morgen hieß es früh aufstehen, denn wir wollten ja pünktlich bei Matthias sein. Im Anschluss an ein gutes Frühstück, welches im Waschraum der Mädchen eingenommen wurde, dem Morgengebet bei strahlendem Sonnenschein und einigen Worten zum Heiligen Matthias ging es wieder bergab nach Kordel und weiter nach Ehrang. Dort entsorgte Ingo unseren Abfall in einem dort zufällig stehenden Müllauto. Weiter entlang der Mosel nach St. Matthias, wo wir pünktlich um 11 Uhr ankamen. Auf dem Parkplatz vor der Basilika gab es noch einen platten Reifen, der aber nicht mehr repariert wurde. Wir hatten gut geübt.  Zum Einzug sangen alle das Matthias-Lied mit zwei Strophen fast auswendig und 11 stolze Erstpilger erhielten die Pilgermedaille von Pilgerpater Hubert. Als Erstpilger waren dabei: Sebastian Albers, Mathias Behle, Kevin Braun, Patrick Finger, Bastian Hummel, Marcel Papenfuß, Andrea Straaten Nils Thüner, Justus Ungerechts und Thomas Wagenplatz.
Bruder Thomas hatte leider keine Zeit für ein Gespräch, da mit dem Besuch des neuen Trierer Bischofs Dr. Stefan Ackermann gerechnet wurde, der zum Apostelgrab wallfahren wollte. Schnell noch ein paar Fotos von der ganzen Gruppe, da sich Lukas und Christoph von uns verabschieden mussten. Sie fuhren wieder zurück nach Aachen. Auch ein Foto mit unseren Jubilaren wurde geschossen. Bereits zum fünften Mal bei der Jugendwallfahrt dabei waren Thorsten Aymanns, Lydia, Freudl, Udo Freudl, Marlies Fritsch, Marissa Heggen, Lukas Kaiser, Christoph Röttgen und Gottfried Schmitz. Danach ging es sofort zur Kaserne. Udo hatte dort die Unterkunft organisiert. Wir wechselten die Kleider und machten uns bereit für die Stadtbesichtigung.

Wir fuhren mit den Fahrrädern zur Porta Nigra in die Fahrradtiefgarage. Zuerst suchte jeder ein Restaurant seiner Wahl auf, anschließend besuchte man entweder die Sehenswürdigkeiten von Trier oder ging shoppen. In den Dom konnten wir leider nicht rein, da am nächsten Tag die Ernennung des neuen Trierer Bischofs stattfinden sollte.Wir trafen uns um 17.30 Uhr wieder an der Tiefgarage, um mit den Fahrrädern zum nahe gelegenen Park zu fahren. Dort sollte unser Abendgebet stattfinden. Da bei schönem Wetter die Wiese voller Menschen war, hatten wir einige Hemmungen, unsere Lieder wieder vierstimmig anzustimmen. Also wurde nur einstimmig gesungen.
Und wieder ging es mit den Fahrrädern quer durch Trier zu unserer Gaststätte, wo das Abendessen im Freien auf uns wartete. Und auch heute hatten die letzten Heimkehrer ihr Bett weit vor dem Aufstehen gefunden.

Am Morgen gab es Frühstück im Freien. Bei herrlichem Wetter wurden Tische und Bänke vor den Eingang gestellt. Udo hatte frische Brötchen besorgt, es gab Marmelade, Nutella, Wurst und Käse, Kaffee und Orangensaft.  Anschließend fuhren wir nach St. Matthias und nahmen am Pilgerhochamt in der Basilika teil. Von unserer Gruppe waren fünf Messdiener dabei, was uns Lob von Bruder Thomas einbrachte, aber ganz zufrieden war er noch nicht. Nach der Messe begrüßten wir die Schwalmtaler Buspilger. Die Fahrräder konnten sofort in das Auto der Firma Tacken verladen werden. Nach dem Aufladen wurden sie nach Hause gefahren. Zum Mittagessen gab es für alle Erbsensuppe, die jugendlichen Pilger wechselten rüber zum anderen Moselufer und aßen lieber bei Mc Donalds. Udo, Lydia, Thomas, Tobias und Matthias mussten sich nun verabschieden. Sie fuhren mit dem Zug nach Hause.

Daniel fuhr derweil nach Bitburg, um die Fußpilger abzuholen. Bei heißen Temperaturen nutzen Ingo und Florian den Pilgerbrunnen für eine Wasserschlacht. Ziemlich nass hofften beide, bis zur Ankunft der Pilger wieder trocken zu sein. Um 13.45 Uhr machten wir uns zu Fuß auf zur Römerbrücke, wo die Fußpilger von uns begeistert empfangen wurden. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg zum Apostelgrab. Ihr Einzug in St. Matthias war zugleich unser Schlusssegen. Gegen 17.30 Uhr verabschiedeten wir uns von den Fußpilgern und von St. Matthias im Schlusskreis mit dem Lied: „Kein schöner Land“.
Im Reisebus der Buspilger waren so viele Plätze frei, dass wir uns dankbar entschlossen, hiermit nach Hause zu fahren. Daniel nahm die übrigen Pilger im Auto der evangelischen Gemeinde mit. Der Bus fuhr jetzt über Belgien nach Hause. Marlies und Daniel wählten den Weg durch die Eifel. Weil Marlies noch tanken musste, blieb sie hinter Daniels Auto zurück und hörte so noch rechtzeitig vom Stau auf der A1 und konnte in Eiserfey die Autobahn verlassen. Daniel steckte knapp eine Stunde im Stau, wurde allerdings von seinen Mitfahrern durch den Gesang entschädigt. So erreichten wir alle, früher oder später, das Gelände der Firma Tacken. Hier war Koffer- und Fahrradausgabe. Alle fuhren müde, aber froh über eine schöne gemeinsame Wallfahrtszeit nach Hause ins Bett.

Das fünfte Mal machten sich jugendliche Christen gemeinsam auf den Weg von Schwalmtal nach Trier zum Apostelgrab. Wir sind dankbar, dass es auf unserer Wallfahrt kaum Reifenschäden und Unfälle gegeben hat. Wir haben sehr viel erzählt, gelacht und vor allen Dingen sehr viel von einander gelernt. Für keinen von uns war dies die letzte Wallfahrt nach Trier.

Wir danken allen, die uns geholfen haben, diese Wallfahrt machen zu können:
bei Thorsten für die Gestaltung der Abend- und Morgengebete,
bei Christoph und Lukas für die sichere Wegführung,
bei Gottfried und Daniel, die für die Fahrradreparaturen zuständig waren,
bei Lydia, die für uns am Herd stand,
bei Udo für die Quartiersuche,
bei Marlies, die unermüdlich für unser leibliches Wohl gesorgt hat,
bei allen Sponsoren, dem Fahrer der Firma Tacken,
den freundlichen Menschen unterwegs,
den Matthiasbruderschaften in Schwalmtal
und natürlich dem Heiligen Matthias, der uns so sicher geleitet hat.
Schwalmtal, im Mai 2009

Gez. Marlies Fritsch

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